20.09.2013
Tabakbranche warnt vor „Bürokratiemonster" aus Brüssel
Das Europäische Parlament stimmt am 8. Oktober über die neue Tabakprodukt-Richtlinie (TPD) ab. Am Rande der Fachmesse Inter-tabac appellierten die Vertreter der Branche an die Europaabgeordneten, sich für eine ausgewogene Regulierung einzusetzen. Die Interessen von bis zu 100.000 Beschäftigten in der deutschen Tabakwirtschaft dürften nicht unberücksichtigt bleiben. Darüber hinaus wurden die Marktzahlen der Branche präsentiert, im ersten Halbjahr 2013 war eine spürbare Absatzdelle zu verzeichnen.

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmen am 8. Oktober über eine Neufassung der TPD ab. Aufgrund der Vielzahl an Änderungsanträgen und der knappen Vorbereitungszeit nach Ende der Sommerpause war der ursprüngliche Abstimmungstermin um einen Monat verschoben worden. „Aus unserer Sicht ist es ausdrücklich zu begrüßen, dass sich die Abgeordneten mehr Zeit nehmen wollen, um sich intensiv mit den Auswirkungen der vorgeschlagenen Maßnahmen auseinanderzusetzen", lobt Dr. Dirk Pangritz, Geschäftsführer des Deutschen Zigarettenverbands (DZV) die Entscheidung. „Eine ausgewogene Regulierung, die dem Anliegen des Gesundheitsschutzes genauso wie den legitimen Interessen der Hersteller, des Handels und der Tabakbauern sowie der dortigen Beschäftigten Rechnung trägt, lässt sich nicht im Eilverfahren erzwingen."