14.09.2012
EU-Kommissar Dalli will zu Lasten von Verbrauchern und Herstellern tief in den Tabakmarkt eingreifen.

Die Europäische Kommission überarbeitet derzeit die Tabak-Produkt-Richtlinie (TPD). Der für Gesundheit zuständige EU-Kommissar Dalli beabsichtigt Medienberichten zufolge, tiefe und dirigistische Eingriffe in den Tabakmarkt. Die Hersteller werden ihrer Marken und der Produktvielfalt beraubt. Der Verbraucher wird entmündigt. Und die Beteiligung des EU-Parlaments soll stark eingeschränkt werden. Marianne Tritz, Geschäftsführerin des Deutschen Zigarettenverbandes: „Bei diesen Plänen handelt es sich um einen gravierenden Eingriff in die Marken -und Eigentumsrechte einer legalen Industrie, ohne dass die angestrebten gesundheitspolitischen Zielen erreicht werden." Europa plant die Einheitszigarette. Die Zigarettenpackung und das Zigarettenformat sollen standardisiert werden – am Ende soll nach Vorstellung der Europäischen Kommission eine europäische Einheitszigarette stehen. Die Auswahlmöglichkeit für die Konsumenten soll somit rigoros eingeschränkt werden. Da insbesondere margenstarke Premiumprodukte betroffen wären, drohen Herstellern und dem Handel Einnahmeverluste und dem Staat geringere Tabaksteuereinnahmen. Arbeitsplätze sind gefährdet. „Europaweit könnten bis zu 10 Milliarden Euro an Steuereinnahmen verloren gehen", gibt die Geschäftsführerin des Deutschen Zigarettenverbandes (DZV), Marianne Tritz, zu bedenken.